So erkennen Sie Windeldermatitis

Die Windeldermatitis kann durchaus unterschiedliche Bilder hervorrufen. Gemeinsam ist allen eine Hautrötung im Windelbereich. Als Faustregel gilt: Ist die betroffene Fläche größer als der Handteller des Kindes oder zeigen sich Anzeichen für offene Hautstellen bzw. eine Infektion mit Hefepilzen (Erreger des sogenannten Windelsoor), dann sollten Sie einen Kinderarzt aufsuchen!

Irritative Windeldermatitis

Am häufigsten betroffen sind vor allem die Stellen, wo direkte Reibung mit der Windel besteht (Oberschenkel, Hüften und Po), mit Aussparung der Hautfalten. Liegt das Kind mit angezogenen Beinen auf dem Rücken, so wird die typische „W-Form“ aus Hautrötung und verstreuten, geröteten Bläschen sichtbar.

Intertriginöse Windeldermatitis

Besonders nach Durchfall können die Rötungen auch rund um die Analregion, mit Betonung der Hautfalten, auftreten. Die Hautrötung ist in diesem Fall scharf begrenzt, die Haut von Feuchtigkeit aufgeweicht.

Fortgeschrittene Windeldermatitis

Eine sehr ausgeprägte Windeldermatitis kann zu offenen Hautstellen (Jaquet-Ulzera) führen und sich bis zum Rücken oder Unterbauch ausbreiten.

Windelsoor/Windelpilz

Typisch für eine Infektion mit Hefepilzen sind punktuell auftretende, scharf begrenzte Bläschen sowie ein weißlich-schuppiger Kranz um die flächige Hautrötung herum. Der Windelsoor kann auf die Hautfalten begrenzt sein, sich aber über Po und Rücken ausbreiten.